OGV Altbach
Ihr Verein für alle Themen rund um Obst- und Gartenbau
 2022 Alle Urheberrechte: Obst- und Gartenbauverein Altbach e.V.
Streuobstwiese im Frühjahr Foto: Birgit Masur, 19.04.2012

Noch mehr Ratschläge, Hinweise und Anregungen zu

allen Themen des Obst- und Gartenbaus finden Sie in

unserem Archiv.

Aktuell

Gartenarbeiten im Januar

Allgemein

Gartenwerkzeuge reinigen Nutzen Sie die Zeit im Winter Ihre Gartenwerkzeuge gründlich zu reinigen, Klingen zu schärfen und Gelenke zu schmieren. Knospenfraß durch Vögel Die Knospen von Laubgehölzen, aber auch die von Johannisbeersträuchern sind in den Wintermonaten bei Vögeln sehr beliebt. Da die Tiere durch die Knospen vermutlich ihren Wasserbedarf stillen, sollten Sie ihnen an frostfreien Tagen frisches Wasser bereitstellen.

Arbeiten im Ziergarten

Immergrüne wässern Immergrüne Pflanzen wie zum Beispiel Buchs, Kirschlorbeer und Koniferen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Besonders wenn die Pflanzen sonnenexponiert stehen und es längere Zeit nicht geregnet hat, sollten sie in frostfreien Phasen gewässert werden. Frostschutz kontrollieren Überprüfen Sie, ob die Frostschutzabdeckungen auf den Pflanzen ausreichende Luftzufuhr gewährleisten, sonst kann es zu Verpilzung und Absterben von Pflanzenteilen kommen. Kübelpflanzen im Winterquartier nicht vergessen Bei uns im Weinbauklima können mediterranen Pflanzen wie Lorbeer, Olive und Oleander an einem gut vor Wind und Niederschlägen geschützten Platz ohne viel direktes Sonnenlicht im Freien überwintert werden. An frostfreien Wintertagen sollte der Winterschutz der Laubkrone geöffnet und falls das Pflanzsubstrat trocken ist (Fingerprobe) gegossen werden. Mehr zum Thema Überwinterung Schnee auf immergrünen Gehölzen Nach kräftigen Schneefällen kann es bei Immergrünen und Koniferen durch die Schneelast zu Astbruch kommen. Befreien Sie deshalb die Äste von solchen Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast

Arbeiten im Obstgarten

Anbindestellen überprüfen Überprüfen Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab. Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Obstbäume vor Wildverbiss schützen Falls Ihr Obstgrundstück nicht eingezäunt ist, sollten Sie die Stämme von jungen Bäumen zum Schutz vor Wildverbiss mit Drahthosen oder Kunststoffmanschetten umhüllen. Zum Schutz vor Rehen sollte der Verbissschutz mindestens 150 Zentimeter hoch sein.Um Rehe, Kaninchen oder Mäuse von Ihren Jungpflanzen abzulenken, sollten Sie die beim Baumschnitt angefallenen Äste und Zweige liegen lassen. Sitzstangen bei Bäumen Um zu verhindern, dass sich Großvögel auf der Spitze von jungen freistehenden Hochstammbäumen niederlassen und diese abknicken, sollten Sie in der Nähe Sitzstangen aufstellen. Greifvögel setzen sich zur Jagd auf Wühl- und Feldmäuse gerne darauf und können damit auch die biologische Schädlingsbekämpfung unterstützen. Sitzstangen (üblicherweise aus Holz) sollten am besten deutlich mehr als 2 Meter aus dem Boden ragen und nicht wackeln. Um ein rasches Faulen zu verhindern kann der unterste Teil der Stange mit einem umweltschonenden Holzschutzmittel imprägniert und das Bodenloch mit Kieseln oder Sand gefüllt werden. Das Querholz mit einem Durchmesser von 3–5 cm und mind. 20 cm Länge sollte griffig sein (z.B. ungehobeltes Holz). Fraßschäden an jungen Obstbäumen durch Wühlmäuse Wühlmäuse verursachen Fraßschäden an den Wurzeln und stellen vor allem für junge Obstbäume eine Gefahr dar. Aus diesem Grund sollten die Jungbäume in einen Drahtkorb gepflanzt werden. Im Gegensatz zum Maulwurf bilden Wühlmäuse übrigens flache Erdhaufen. Bekämpfen können Sie die Nager zum Beispiel mit Fallen. Kranke Obstbäume entfernen Wenn Sie einen kranken Obstbaum entfernen und an die gleiche Stelle wieder einen Obstbaum setzen wollen, wählen Sie wenn möglich eine andere Obstart, sonst kann es zu Bodenmüdigkeit kommen. Überlegen Sie aber vor dem Neupflanzen, was zum Absterben oder Kränkeln des Vorgängerbaumes geführt hat und wägen Sie ab, ob der Standort für Obstgehölze wirklich geeignet ist. Armdickes, besonntes Totholz ist Lebenraum für Insekten und Vögel, aus diesem Grund müssen alte, abgängige Bäume auf Obstwiesen nicht sofort gerodet werden. Unterlagen bei Apfelbäumen Achten Sie beim Pflanzen von Apfelbäumen auf die richtige Unterlage. Für Hochstämme empfehlen sich vor allem Sämlingsunterlagen sowie die stark wachsende Typenunterlage A2, für halbhohe Buschbäume M 25 und MM106, für kleine Baumformen die schwach wachsenden Typen M9 und für schlechtere Böden M26. Winterschnitt am Kernobst Beim Winterschnitt sollte man eine gewisse Reihenfolge einhalten. Beim Kernobst schneidet man die kleinfrüchtigen Sorten zuerst, die großfrüchtigen Sorten später (Nachwinter). Alternanzanfällige Sorten wie Elstar werden am Besten zur Blüte geschnitten. Schwaches oder krankes Holz sollte jedoch jetzt entfernt werden. Steinobst Sofern Triebinfektionsherde der Moniliaspitzendürre aus dem vergangenem Jahr vorhanden sind, sollten Sie diese durch einen Schnitt bis ins gesunde Holz entfernen, um eine Neuinfektion zu vermeiden. Entfernen Sie auch die hängen gebliebenen mumifizierten Früchte. Misteln: Gefahr für Streuobstbestände Besonders Apfelbäume, die nicht regelmäßig gepflegt werden, kann der Befall mit der Laubholz-Mistel zum Absterben bringen. Misteln dürfen und sollten entfernt werden. Wir raten im Spätwinter und zeitigen Frühjahr befallene Obstbäume zu beschneiden. Äste mit Mistelbefall sollten mindestens 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz zurück abgesägt werden. Wenn der Baum noch nicht zu stark angegriffen ist, kann so die Ausbreitung der Pflanze in der Regel gestoppt werden. Mehr Info
zum Seitenanfang zum Seitenanfang Stammschutz am jungen Baum Foto: Birgit Masur, 18.12.2022 Werkzeugpflege Foto: Birgit Masur, 04.01.2023 Mediterrane Pflanzen am geschützten Überwinterungsplatz Foto: Birgit Masur, 05.01.2023 Frost auf Mistel im Apfelbaum Foto: Birgit Masur, 18.12.2022
OGV Altbach
Ihr Verein für alle Themen rund um Obst- und Gartenbau
© Copyright by Obst- und Gartenbauverein Altbach e.V.

Aktuell

Gartenarbeiten im Januar

Allgemein

Gartenwerkzeuge reinigen Nutzen Sie die Zeit im Winter Ihre Gartenwerkzeuge gründlich zu reinigen, Klingen zu schärfen und Gelenke zu schmieren. Knospenfraß durch Vögel Die Knospen von Laubgehölzen, aber auch die von Johannisbeersträuchern sind in den Wintermonaten bei Vögeln sehr beliebt. Da die Tiere durch die Knospen vermutlich ihren Wasserbedarf stillen, sollten Sie ihnen an frostfreien Tagen frisches Wasser bereitstellen.

Arbeiten im Ziergarten

Immergrüne wässern Immergrüne Pflanzen wie zum Beispiel Buchs, Kirschlorbeer und Koniferen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Besonders wenn die Pflanzen sonnenexponiert stehen und es längere Zeit nicht geregnet hat, sollten sie in frostfreien Phasen gewässert werden. Frostschutz kontrollieren Überprüfen Sie, ob die Frostschutzabdeckungen auf den Pflanzen ausreichende Luftzufuhr gewährleisten, sonst kann es zu Verpilzung und Absterben von Pflanzenteilen kommen. Kübelpflanzen im Winterquartier nicht vergessen Bei uns im Weinbauklima können mediterranen Pflanzen wie Lorbeer, Olive und Oleander an einem gut vor Wind und Niederschlägen geschützten Platz ohne viel direktes Sonnenlicht im Freien überwintert werden. An frostfreien Wintertagen sollte der Winterschutz der Laubkrone geöffnet und falls das Pflanzsubstrat trocken ist (Fingerprobe) gegossen werden. Mehr zum Thema Überwinterung Schnee auf immergrünen Gehölzen Nach kräftigen Schneefällen kann es bei Immergrünen und Koniferen durch die Schneelast zu Astbruch kommen. Befreien Sie deshalb die Äste von solchen Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast

Arbeiten im Obstgarten

Anbindestellen überprüfen Überprüfen Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab. Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Obstbäume vor Wildverbiss schützen Falls Ihr Obstgrundstück nicht eingezäunt ist, sollten Sie die Stämme von jungen Bäumen zum Schutz vor Wildverbiss mit Drahthosen oder Kunststoffmanschetten umhüllen. Zum Schutz vor Rehen sollte der Verbissschutz mindestens 150 Zentimeter hoch sein.Um Rehe, Kaninchen oder Mäuse von Ihren Jungpflanzen abzulenken, sollten Sie die beim Baumschnitt angefallenen Äste und Zweige liegen lassen. Sitzstangen bei Bäumen Um zu verhindern, dass sich Großvögel auf der Spitze von jungen freistehenden Hochstammbäumen niederlassen und diese abknicken, sollten Sie in der Nähe Sitzstangen aufstellen. Greifvögel setzen sich zur Jagd auf Wühl- und Feldmäuse gerne darauf und können damit auch die biologische Schädlingsbekämpfung unterstützen. Sitzstangen (üblicherweise aus Holz) sollten am besten deutlich mehr als 2 Meter aus dem Boden ragen und nicht wackeln. Um ein rasches Faulen zu verhindern kann der unterste Teil der Stange mit einem umweltschonenden Holzschutzmittel imprägniert und das Bodenloch mit Kieseln oder Sand gefüllt werden. Das Querholz mit einem Durchmesser von 3–5 cm und mind. 20 cm Länge sollte griffig sein (z.B. ungehobeltes Holz). Fraßschäden an jungen Obstbäumen durch Wühlmäuse Wühlmäuse verursachen Fraßschäden an den Wurzeln und stellen vor allem für junge Obstbäume eine Gefahr dar. Aus diesem Grund sollten die Jungbäume in einen Drahtkorb gepflanzt werden. Im Gegensatz zum Maulwurf bilden Wühlmäuse übrigens flache Erdhaufen. Bekämpfen können Sie die Nager zum Beispiel mit Fallen. Kranke Obstbäume entfernen Wenn Sie einen kranken Obstbaum entfernen und an die gleiche Stelle wieder einen Obstbaum setzen wollen, wählen Sie wenn möglich eine andere Obstart, sonst kann es zu Bodenmüdigkeit kommen. Überlegen Sie aber vor dem Neupflanzen, was zum Absterben oder Kränkeln des Vorgängerbaumes geführt hat und wägen Sie ab, ob der Standort für Obstgehölze wirklich geeignet ist. Armdickes, besonntes Totholz ist Lebenraum für Insekten und Vögel, aus diesem Grund müssen alte, abgängige Bäume auf Obstwiesen nicht sofort gerodet werden. Unterlagen bei Apfelbäumen Achten Sie beim Pflanzen von Apfelbäumen auf die richtige Unterlage. Für Hochstämme empfehlen sich vor allem Sämlingsunterlagen sowie die stark wachsende Typenunterlage A2, für halbhohe Buschbäume M 25 und MM106, für kleine Baumformen die schwach wachsenden Typen M9 und für schlechtere Böden M26. Winterschnitt am Kernobst Beim Winterschnitt sollte man eine gewisse Reihenfolge einhalten. Beim Kernobst schneidet man die kleinfrüchtigen Sorten zuerst, die großfrüchtigen Sorten später (Nachwinter). Alternanzanfällige Sorten wie Elstar werden am Besten zur Blüte geschnitten. Schwaches oder krankes Holz sollte jedoch jetzt entfernt werden. Steinobst Sofern Triebinfektionsherde der Moniliaspitzendürre aus dem vergangenem Jahr vorhanden sind, sollten Sie diese durch einen Schnitt bis ins gesunde Holz entfernen, um eine Neuinfektion zu vermeiden. Entfernen Sie auch die hängen gebliebenen mumifizierten Früchte. Misteln: Gefahr für Streuobstbestände Besonders Apfelbäume, die nicht regelmäßig gepflegt werden, kann der Befall mit der Laubholz-Mistel zum Absterben bringen. Misteln dürfen und sollten entfernt werden. Wir raten im Spätwinter und zeitigen Frühjahr befallene Obstbäume zu beschneiden. Äste mit Mistelbefall sollten mindestens 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz zurück abgesägt werden. Wenn der Baum noch nicht zu stark angegriffen ist, kann so die Ausbreitung der Pflanze in der Regel gestoppt werden. Mehr Info

Noch mehr Ratschläge, Hinweise und Anregungen

zu allen Themen des Obst- und Gartenbaus finden

Sie in unserem Archiv.

Stammschutz am jungen Baum Foto: Birgit Masur, 18.12.2022